Von gelangweilten Informatikstudenten und krankhaftem Masochismus
Ich studier ja jetzt Informatik, seit inzwischen
gut zwei Monaten. Und dass da eigentlich ziemlich viele kranke Freaks aufeinandertreffen war eigentlich von Anfang an klar – und in der richtig üblen Ansammlung an Nerds fühl ich mich halt schon echt verdammt wohl. Was ich eigentlich sagen wollte – fast jeder von uns sitzt natürlich mit seinem eigenen Laptop in den Vorlesungen und wenn der Professor es mal wieder nicht schafft sein Wissen auf möglichst interessante Weise in unsere Köpfe einzuprügeln kann es schonmal passieren, dass man urplötzlich auf nahezu allen Bildschirmen auf einmal fachfremdes Material aufblitzen sieht, meistens entweder Facebook oder aber Videospiele. Überrascht mich kein bisschen, aber gutheißen kann ichs letztendlich natürlich auch wieder nicht, sollte man doch eigentlich auf Teufel komm raus versuchen den Stoff anständig mitzubekommen, denn eigentlich stehen ja noch Prüfungen an. Auch wenn ich jetzt vielleicht wie ein Moralprediger klingen mag – ich geh da ganz mit dem Kollektiv und bin keinen Deut besser. Letztendlich ist es jedenfalls so, dass in einer ganz besonderes langwierigen Stunde „Datenverarbeitungssysteme“ ein Kommilitone in unser eigens für den Studiengang eingerichtetes Dropbox-Verzeichnis (für diejenigen, die nicht wissen, von was ich rede: Eine Dropbox ist ein Programm das einenen gewissen Webspace zur Verfügung stellt und man problemlos auf mehreren Rechnern synchronisieren kann. Seeeehr praktisch das ganze!) eine kleine, unscheinbare .exe Datei legte.

Es scheinen immer mehr zu werden – Filme, deren einziger Existenzgrund darin besteht zu schockieren und als absoluter Skandalfilm in die Leinwandgeschichte einzugehn. Gerade im Internet werden diese Streifen natürlich mehr denn je propagandiert – ist ja schließlich angeblich einer der widerwärtigsten Filme, die je gedreht wurden – aber wenn man mal genauer nachfragt, haben sehr viele die Info aus zweiter Hand, da sie sich schlichtweg nicht trauen sich solch ein “ekelerregendes” Monster der Filmgeschichte überhaupt anzutun. Da ichaber schon immer neugieriger war, als mir meistens guttat, konnte ich noch nie widerstehn, wenn von irgendeinem Medium dringlichst abgeraten wurde. War also nur eine Frage der Zeit, bis ich mir schließlich eines Abends Pizza geordert hab und mir dann doch den angeblich “100 percent medically accurate” The Human Centipede: First Sequence angetan habe.
Es gibt ja immer diese Spiele, die man angeblich unbedingt, um jeden verdammten Preis gespielt haben muss. Für eigentlich jede Plattform tauchen sie früher oder später auf und zumindest mir gehts so, dass man zum Teil ziemlich blöd angestarrt wird, wenn man einen dieser absolut unglaublich tollen AAA-Titel nicht gespielt hat. Das war damals schon mit dem Gameboy so (Pokémon!!! – Man, hab ichs gesuchtelt), über den SNES (Secret of Mana – hab ich immernoch nicht angefangen) und zieht sich auch bishin in die aktuelle Konsolengeneration. Als ich mir dann so Ende August endlich nach ner halben Ewigkeit mein Schätzchen, meine PS3, geordert hab, hat man mir erstmal so ungefähr eine halbe Million Titel empfohlen, die ich unbedingt zumindest mal angespielt haben musste. Uncharted wurde hierbei ganz besonders oft genannt, bis ichs mir schließlich dann doch mal ausgeliehen hab. Und mein Fazit nehm ich gleich schonmal vorweg – ich hasse Uncharted.
Es ist alt. Es ist pixlig. Und es ist immernoch gut. Monkey Island ist wohl der größte Klassiker in der Adventuregeschichte schlechthin. Ich müsst ungefähr sechs Jahre alt gewesen sein, als ichs zum ersten Mal in die Finger gekriegt hab – selbst da wars natürlich schon ziemlich veraltet. Letztendlich ist der Prestigetitel von Ron Gilbert und Tim Schafer ja auch ein gutes Stückchen älter als ich es bin. Macht aber nix, denn als ich Teil eins kürzlich mal wieder in die DosBox geworfen hab, hab ich schnell gemerkt, dass er immernoch kein bisschen von seinem Charme verloren hat. Ich denk, ich hab kein Spiel wirklich so oft durchgespielt, wie Monkey Island. Kein Wunder, letztendlich kriegt mans ja auch echt problemlos in unter zehn Stunden durch, selbst wenn man sich zum ersten Mal dran versucht.
Ich weiß noch, wie ich damals vor ner gefühlten halben Ewigkeit zum allerersten Mal von Phoenix Wright gelesen habe, ich so einem kleinen Heftchen über kommende Software für den Nintendo DS – ich bild mir grad sogar ein, dass die bei der Hardware direkt dabei lag. Aber egal – jedenfalls erinnere ich mich auch noch daran, wie bescheuert ich die Idee von einer Gerichtssimulation fand. Aber irgendwie hatten mich dann später die verdammt guten Kritiken neugierig gemacht und doch dazu gebracht mal einen Blick zu riskieren. Trotz alledem hätt ich aber nicht im Traum daran gedacht, dass ich zu diesem Zeitpunkt eines der imo besten Spiele für den Nintendo DS in der Hand hielt. Und weil iki kürzlich mal erwähnte, dass er Apollo Justice durchgezogen hatte, hab ich kurzerhand auch einfach nochmal den ersten Teil gepackt und in den Handheld geschoben. Mal wieder ^^